Trendbarometer: Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand

Trendbarometer: Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand – Fokus: Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz beschleunigt die Veränderung der Arbeitswelt. Viele Unternehmen sind auf diesen Wandel nicht vorbereitet. Eine neue Studie von HSG und zeag zeigt: Nicht fehlende Technologie wird Unternehmen zum Problem, sondern Überlastung, schwache Führung und mangelnde Orientierung.

Künstliche Intelligenz automatisiert Aufgaben – aber keine Unternehmenskultur. Wie sich dies auf Organisationen auswirkt, analysiert die Neuauflage der Studie «Trendbarometer Arbeitgeberattraktivität» des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St.Gallen (IFPM-HSG) und des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH). Die Studie basiert auf Daten aus 94 deutschen Unternehmen mit mehr als 19’000 Befragten.

Gemäss Studienautorin Prof. Dr. Heike Bruch, Professorin für Leadership an der HSG, werden Arbeitgeber künftig daran gemessen, wie sie Mitarbeitende durch den digitalen Wandel führen können, ohne ihre Organisation zu erschöpfen.

Wir danken dem Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH) für die Kooperation. Die vollständige Studie «Trendbarometer: Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand – Fokus Künstliche Intelligenz» ist zum Download verfügbar.

Wichtige Handlungsfelder für moderne Arbeitgeber

Die Bedeutung von Arbeitgeberattraktivität steigt deutlich in Zeiten von Künstlicher Intelligenz. Unternehmen haben schon jetzt erheblichen Handlungsbedarf ihre Arbeitgeberattraktivität zu fördern und aufrechtzuerhalten. Aktuell werden nur ca. ein Drittel (34%) der Unternehmen von ihren Mitarbeitenden als (sehr) attraktiv eingeschätzt.

Top 5 Attraktivitätstreiber: Im Einklang mit bisheriger Forschung zählen eine Vertrauenskultur, angenehme Energie, produktive Energie und internes Unternehmertum zu den zentralen Treibern der Arbeitgeberattraktivität. Die KI-Culture steht als ein neuer Attraktivitätstreiber im Fokus und unterstreicht damit die zunehmende Notwendigkeit, auf den rasanten technologischen Wandel zu reagieren.

Top 5 Attraktivitätsbremser: Die zentralen Bremser der Arbeitgeberattraktivität umfassen korrosive Energie, resignative Trägheit, die Beschleunigungsfalle, Zentralisierung und laissez-faire Führung. Damit gewinnen die Förderung von positiver Energie als Attraktivitätstreiber sowie der Abbau von negativer Energie als Attraktivitätsbremser in der heutigen Arbeitswelt weiter an Bedeutung.

 

Fünf zentrale Strategien zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität im KI-Zeitalter sind:

  • Standortbestimmung: Ausprägung und Veränderungsbedarf zentraler Treiber und Bremser ermitteln
  • Attraktivitätsbremser abbauen: Negative Energie und Beschleunigungsfalle reduzieren
  • Attraktivitätstreiber fördern: Positive Energie mobilisieren und eine KI-Culture fördern
  • Eine KI-Culture entlang zentraler Dimensionen etablieren: Digitales Mindset, KI-Strategie und digital Leadership
  • KI-Transformation systematisch angehen – mit KI-Culture als zentralem Hebel

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